„Schau mal, hast du in deinem Leben schon jemals so etwas schoenes gesehen“, fragte ich Carmela, ein Kind aus Sueniños, waehrend wir zusammen den Mond betrachteten, der den blau- , rosagefaerbten, chiapanekischen Himmel verdraengte und nun seine Mondlandschaft in aller Pracht zu sehen war.
„Meine Mama hat mir gesagt, dass man ihn nicht anschauen darf, da er sich sonst in deine Augen setzt, dort bleibt und du nach kurzer Zeit nichts mehr sehen kannst, außer eintoenige Dunkelheit.“ Wenn Aberglaube und Schauergeschichten die einzigen Schoenheiten im Leben eines Kindes, welches bestimmt wird von urbanen Stadtvierteln, die allesamt Holzhaeuser ohne Fussboden besitzen, zerstoeren, bin ich froh und stolz hier zu sein. Da soziales Engagement Hoffnung schenkt,
kulturelle Vorurteile abbaut und man sich selbst und die Kinder fuer andere Visionen und Weltanschauungen sensibilisieren kann.
Es ist schon verwunderlich seinen Geburtstag, die Adventssonntage und die gesamte Vorweihnachtszeit mit Sonnenbrand in einem sonnigen San Cristóbal de Las Casas zu verbringen, wenn man nun schon zwanzig Jahre lang darauf konditioniert wurde, mit der Familie und Freunden Plaetzchen essend und frierend langsam in Weihnachtsstimmung zu kommen. Wenn mir irgendjemand, der diesen Bericht liest, sagen kann wo man Weihnachtsstimmung kaufen oder bestellen kann, moege er mir bitte dringendst Bescheid geben.
Natuerlich existieren in einer Kultur, die hauptsaechlich aus Katholiken besteht, Weihnachtsmaerkte und andere kitschige Methoden und Traditionen, die man in Europa auch kennt, aber die Authentizität dieser Festlichkeiten nimmt von Tag zu Tag eher ab als zu. Es ist schon sehr merkwuerdig, wenn man realisiert, welch einen europaeisch und westlich gepraegten Einfluss der lateinamerikanische Kontinent Jahrhunderte lang spuehren musste und alle Traditionen, die man aus dem gut behueteten Elternhaus kennt, hier genauso selbstverstaendlich sind.
Lucha Libre…kollektives Feiern kultureller Abgruende
Der Lucha Libre ist ein mexikanischer Kulturschock, den man unbedingt miterlebt haben muss. Muskel bepackte Monster, Liliputaner und Trans sexuelle, die ihren Blutrausch in einer Stierkampfarena befriedigen. Bei dem Aussehen der Schiedsrichtern koennte man auch davon ausgehen, dass diese vor dem „Spektakel“ noch vor der Arena die Churros/Spritzgebaeck verkauft haben und nach Beendigung dieser Arbeit ihre Arbeitskleidung fuer geschaetzte dreieinhalb Stunden gewechselt haben.
Beim Betreten der Arena bemerkte ich leider erst zu spaet, dass das Mitbringen von Lebensmitteln strengstens verboten war. Aus diesem Grund entschied ich mich die von mir mitgebrachte Orange dem Polizisten zu schenken, der fuer die Personalkontrolle zustaendig war. Wir teilten wohl nicht die selbe Art von Humor und deshalb wurde ich „freundlich“ gebeten meine Taschen zu entleeren. Ich kann mir heute immer noch nicht erklaeren, warum er auf die Idee kommen konnte, dass sich irgendein gefaehrlicher Gegenstand in einer Streichholzschachtel befinden koenne.
Im Fernsehen mag dieser Schaukampf vielleicht noch etwas Wuerde besitzen, sitzt man jedoch in der zweiten Reihe und bemerkt, dass alle Situationen abgesprochen sind und alle Schlaege in die Luft gehen, verliert man den Glauben in die Vernunft und den Anstand der Menschen.
Fuer die Kinder sind diese hauptberuflichen Kaempfer die absoluten Vorbilder. In den Projekten werden sie immitiert, Kampfszenen nachgestellt und der ein oder andere Zwischenfall geschah dank dieser „wundervollen“ Erfindung des schlechten Geschmacks.
Morgendliche Begruessungen, die laengst aus der Mode gekommen sind…
Eines morgens saßen Mitja, ein Mitfreiwilliger und ich bei uns vor der Haustuer, genossen die Sonne und begleiteten diesen Augenblick mit einem Kaffee. Zwei schwankende Gestalten tauchten auf einmal auf, gingen an den Kiosk und nahmen um halb acht Uhr morgens ihren allmorgendlichen Schnaps zu sich…Leider kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob es sich bei den beschriebenen Personen um unsere spaeteren Busfahrer handelte, aber die Vermutung bleibt und liegt nahe…soll ja auch schon vorgekommen sein und betrunkene Bus- und Taxifahrer sind eher die Regel als die Ausnahme…
„Hello Gringos“, stammelte einer der beiden „Wankenden“ in schlechtem Englisch. Doch schnell wurde er von seinem Trinkgenossen darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei den einzigen Weißen in der colonia/Stadtviertel um Deutsche und nicht um die verhassten Nachbarn aus dem Norden handele. Schnell wurde die linguistische Denkweise geaendert, der rechte Arm gehoben und zu einem Gruß, der zum Gleuck schon laengst aus der Mode gekommen ist, geballt. Diesen „Gruß“ paarte er mit den Worten, „Gruess Gott, Herr Kaiser“, die seinen, mit Tequila behafteten, Mund verließen.
Die Projektarbeit:
Bei Melel, meinem Hauptprojekt, soll den Kindern momentan der Respekt und die Verantwortung in Bezug mit dem eigenen Koerper und deren anderer Menschen impliziert werden. Gesundheitliche Themen ruecken derzeitig in den Vordergrund. Aus diesem Grund wurde uns die Aufgabe gegeben ein Spiel zu erfinden, welches es einfacher machen soll, Spielen und Lernen miteinander zu verbinden, sodass die Kinder die gesunden Lebensweisen aufnehmen koennen. Spezielle Fragen werden gestellt: „Wie lange musst du dir die Zaehne putzen? Was machst du wenn du die eine Schnittstelle zugefuegt hast? Ist Rauchen eine Droge?
Natuerlich deprimiert es, wenn man am gleichen Tag Projektkinder auf der Straße sieht, in der einen Hand ihre Artesania, in der anderen ein Zigarettenstummel. Die Projektkinder nehmen zwar keine Drogen, aber sie leben nun einmal auf der Straße, auch wenn sie ein zu Hause besitzen. Letztendlich verbringen sie jedoch taeglich ca. zwoelf Stunden auf der Straße und diese bringt einige Erfahrungen mit sich, die man mit zehn, elf Jahren lieber nicht machen sollte.
Als wir auf dem Markt arbeiten, sollten die Kinder die Lebensmittel zeichnen und malen, die ihrer Meinung nach zu einer gesunden Ernaehrung bei helfen koennten. Natuerlich existieren Musterbeispiele, die aussagen, dass Milch, Gemuese und Fruechte den Koerper und Geist fit halten, andererseits musste ich wahrnehmen, dass Oscar, ein Wonneproppen von neun Jahren, der Meinung war, dass das „Essen“ bei Mc Donalds ja sehr gesund sei, da die Hamburger ja auch mit Tomaten belegt sein wuerden. Die Menschen um ihn herum, eingeschlossen meiner Person, mussten uns anstrengen das Lachen zu verkneifen. Weitere Erklaerungsversuche meinerseits und ein tiefgruendiges Gespraech innerhalb der Gruppe halfen auch nicht weiter. „Hamburger sind gesund, da sie mit Tomaten belegt sind, Punkt“. Seine Meinung konnten wir, jedenfalls an diesem Tag, nicht zum Guten wenden.
Die Machtkaempfe unter den Kindern ( fast alle Kinder verkaufen in Gruppen, um somit ein Gruppengefuehl aufzubauen und somit das eigene Selbstbewusstsein zu staerken ) belasten die Projektarbeit. Aktivitaeten muessen abgebrochen, Kinder auseinander gehalten und getroestet werden. Theresa, ein Kind aus Melel, wurde so heftig von anderen Kindern beschimpft, die eigentlich ihre Freunde sind, dass sie eine ganze Woche lang, aus Angst vor den anderen, nicht ins Projekt kam.
Natuerlich versucht man ein gutes Verhaeltnis zu den Kindern aufzubauen, man muss jedoch das Verstaendnis und die Sensibilitaet aufbringen und verstehen, dass die Kinder den ganzen Tag miteinander zu tun haben und man nur einen Bruchteil ihres Lebens mitbekommt.
Von einem Bekannten erfuhr ich, dass bei einem Freund von ihm seit einiger Zeit ein Kind untergekommen sei. Seine Identitaet koenne man nicht eindeutig feststellen, genauso wenig wie sein Alter. Er wird auf zehn Jahre geschaetzt, aber das Einzige was man ueber ihn genauer weiß ist, dass er bereits mit sechs Jahren seinen Alkoholismus besiegt hatte. Das Kind lebte Jahre lang auf der Straße, ohne Eltern, musste irgendwie ueberleben. In San Cristóbal existieren bereits ca. zehn dieser Kinder ohne Dach ueber dem Kopf.
Ich bat ihm an mit Melel-Arbeitern zu reden, da ich wusste, dass so genannte becas/Stipendien vergeben werden. Bei diesen Stipendien handelt es sich wohl eher um einen symbolischen Akt, da es sich nur um dreißig Pesos im Monat handelt. Dieses Geld wuerde niemals reichen, um die Schulmaterialien zu bezahlen. Dies zu denken sei utopisch.
Von dem Kind haben wir leider nichts mehr gehoert. Sein Wille war es nicht zur Schule zu gehen. Wenn man so schwierige Situationen durchgemacht und die Straße einen erzogen hat, ist man an Bildung nicht gewohnt und lebt nun eben mit zehn Jahren sein eigenes Leben und entscheidet fuer sich selbst.
Wir haben in Melel, zusammen mit den Kindern, eine Demonstration gegen intrafamiliaere Gewalt, speziell gegen Frauen, gemacht. Alle Kinder wurden mit Plakaten mit den Schriftzuegen „Umarmungen ja, Schlaege nein“ beklebt und zogen somit tobend durch die engen Straßen. Alle Verkaeufer kamen aus ihren Laeden und unterstuetzen unsere Bemuehungen, den unterdrueckten Frauen, Hoffnung und speziell auch Aufmerksam zu geben.
Jedes Jahr wird in Melel eine Abschiedsfeier, insgesamt mit ca. 250 Kindern aus San Cristóbal gemacht. Den Kindern wird die Moeglichkeit gegeben, Fußball zu spielen, Tortas (eine Spezialitaet aus Mexiko) zu essen und einfach eine gute Zeit zu haben. Wir, die deutschen Freiwilligen, haben zu diesem speziellen Anlass, eine Clownshow einstudiert. Diese nun genauer zu beschreiben wuerde keinen Sinn machen. Ich kann nur sagen, dass nichts besser ist als Spontanitaet und einfließende Lebensfreude.
Meine Arbeit bei Sueniños, meinem Zweitprojekt…
Die Kinder haben uns nun alle als festen Teil von Sueniños akzeptiert und ich denke nach diesem Jahr wird der Abschied fuer sie, aber auch fuer uns schwierig.
Um auch eine Beziehung zu den Eltern aufzubauen, nahmen Mitja und ich die Einladung von Geovanni, einem Projektkind, sein zu Hause zu besuchen, dankend an. Sein Haus wurde halb aus Stein, halb aus Holz angefertigt. Alles wirkt provisorisch, der Garten als ob er auf Muell errichtet wurde. Die colonia Primero de Enero war einmal zapatistisch.
Heutzutage leben Menschen der verschiedensten Religionen Haus an Haus friedlich nebeneinander. Die Zeitumstellung wird einfach nicht mitgemacht. So hat man wenn man in „San Cristóbal“ ist drei Uhr, betritt man jedoch diese colonia, so hat man ploetzlich zwei Uhr. Dies kann man aber verstehen, wenn man ueberlegt, dass Zeit nur fuer Menschen, die taeglich in einen Buero sitzen und ihre Arbeit verrichten, interessant ist. Fuer Menschen, die ihren Lebensunterhalt jedoch auf Feldern verdienen, macht Zeitumstellung keinen wirklichen Sinn.
Als wir ankamen, wurden wir von der gesamten Familie herzlich empfangen und man kann das Vorurteil, dass Menschen, die weniger besitzen, mehr geben und sich mehr fuer andere aufopfern, nur bestaetigen. Essen und andere Nettigkeiten abzulehnen, koennte man zwar aus moralischen Gruenden vertreten, aber auch wenn der Hunger gering und der Magen gefuellt ist, kann man dieses unmoralische Angebot aus Respekt gegenueber den Menschen nicht ablehnen. Die Stimmung war sehr ausgelassen, wir spielten, in mitten von Toepfen und recycelten Kunststoff- und Aluminiumabfaellen verstecken und Geovanni gab uns einen Teil unserer Kindheit wieder, indem er uns in das Regelwerk der mexikanischen Art Murmeln zu spielen einfuehrte.
Wir haben in Sueniños ein Schattentheater mit den Kindern gemacht. Ich habe zusammen mit Inge, einer 65-jaehrigen Osterreicherin, die jahrelang als Lehrerin gearbeitet hat und nun auch als Freiwillige in Mexiko ist, den Kindern die verschiedenen Charaktere einstudiert.
Es gibt Mut, wenn man seine eigenen Erfahrungen des Theaterspielens an die Kinder weiter geben kann und einen kleinen Eric, der sonst nur wenig Selbstbewusstsein besitzt, auf einmal bruellend und schnaufend einen Loewen imitieren sieht. Das Wichtigste ist es, alle Haemmungen fallen zu lassen, sich vollkommen auf den Moment des Spielens einzulassen. Man darf sich selbst nicht ernst nehmen und die Kinder konnten diese Methode schnell aufnehmen.
Es gab insgesamt drei verschiedene Vorfuehrungen des Theaterstuecks. Zwei wurden in den colonias Primero de Enero und Cinco de Marzo abgehalten und eine weiter fand im Kinoki, einem Kulturzentrum und Kino, statt.
In den colonias besuchten wir die Eltern der Kinder. Auch wenn meine Gitarrenkuenste nicht die besten sind und nur fuer wenige Akkorde reichen war es mir eine Ehre zusammen mit Rodrigo in seinem Haus Gitarre zu spielen. Wir fanden einen alten Maya-Fußball. Indigene stellen diesen hier vor Ort her . Angefertigt wird er aus Pferdekot und Fell eines beliebigen Tieres. Die Menschen sind offen und begruessen einen herzlich. Viele treten dir gegenueber freundlich auf und man denkt, dass diese Menschen, speziell die Vaeter keinem Kind, geschweige denn einer Frau etwas zu Leide tun koennten. Die Realitaet sieht leider anders aus und intrafamiliaere Gewalt bestimmt den Alltag der meisten hier vor Ort.
Ich kann es einfach nicht verstehen, warum fast keines der Haeuser einen Fußboden besitzt, man jedoch beim Reinkommen von einer Stereoanlage in Groeße eines VW-Kaefers Baujahr 73´ empfangen wird. Bett-Tisch-Fernseher, dies sind die wichtigsten Dinge im indigen Haushalt und die Prioritaeten werden einfach anders gsetzt.
Es ist trotzdem schwierig alle Lernmethoden miteinander zu verbinden. Es ist schwierig bei den mexikanischen Lehrmethoden, Erfahrungen einer Lehrerin aus Oesterreich und unseren spontanen Herangehensweisen einen Konsens in Bezug auf die Arbeit zu finden.
Das Problem des bloßen Auswendiglernens haben wir fast hinter uns gelassen. Mitja und ich haben ein Memory bestehend aus Buchstaben erfunden. Wenn man ein Paerchen gefunden hat, muessen die Kinder ein dementsprechendes Wort, welches mit diesem Buchstaben anfaengt, nennen. Alle Kinder machen dies bezueglich große Fortschritte.
Besuch im Niemandsland…
Wir besuchten die zapatistische Gemeinde Huitepec. Ein Ort, der sehr abgeschieden in den Bergen von San Cristóbal liegt. Die Natur ist atemberaubend. Berge, die vom Nebel und von Wolkenfeldern eingeschlossen werden, endlose Maisfelder, und nur ein kleines Laedchen des Vertrauens.
Ich denke, dass ich noch nie solch nette Menschen getroffen habe. Sie haben immer ein Laecheln fuer dich uebrig. Dieses ist aber keineswegs aufgesetzt, was bei vielen Menschen in unserer colonia schoen des oefteren der Fall war. Die Menschen in Huitepec leben die Freundlichkeit, scheinen ein Teil dieser zu sein. Man koennte jetzt Vermutungen anstellen, dass es an ihrer Selbstbestimmtheit liegt. Sie besitzen nicht mehr als andere, aber Freiheit und selbst ueber sein eigenes Schicksal zu bestimmen, kann die Seele befluegeln und befreien.
Ich muss schon zugeben, dass es beaengstigend war, als auf einmal aus heiterem Himmel, maskierte Menschen auf einen zukommen. Da wird man vorsichtig und steckt die Kamera schon einmal weg. Aber diese Maskierung dient ihrem Schutz, da Zapatist zu sein, in Chiapas toedlich enden kann…
Wir besuchten eine in San Cristóbal stattfindende Zapatistenkonferenz. Eingeladen wurden die verschiedensten Philosophen, wie zum Beispiel Immanuel Wallenstein und andere bekannte Gesichter. Auch der Subcomandante Marcos saß zusammen am Tisch und diskutierte zusammen mit den Herren und Damen ueber Bewegungen, die sich gegen das System stellen und somit versuchen Gerechtigkeit zu saehen.
Die Voelker Lateinamerikas haben ihre politischen Visionen nicht verloren, ganz im Gegenteil. Die zapatistische Revolution im Jahre 1994 kann somit nur als Antwort auf eine oekonomische Entwicklung angesehen werden, die keinen Platz schenkt fuer Kleinbauern und Indigene, die eben nicht auf den Staat angewiesen sind, da sie sich selbst verwalten. Schade nur, dass sie, da sie keine Konsumenten sind, auch eben nicht als Buerger angesehen werden und das Voelkerrecht mit Fueßen getreten wird.
Der Linksrutsch Lateinamerikas koennte man an Hand der Unaufmerksamkeit der, ich nenne sie mal Amerikanischen Staaten von Amerika, da Amerikaner antiproportional und falsch ausgedrueckt ist, erklaeren. Die USA haben einfach keine weiteren finanziellen Moeglichkeiten, aehnliche Staatsstreiche, wie in den 70er und 80er Jahren durch zu fuehren. Kampf dem Terrorismus braucht Zeit und Lateinamerika spielt in diesem Zusammenhang eben eine kleinere Rolle. Lateinamerika ist der Kontinent, der am meisten ausgebaeutet wurde, da der Kolonialismus hier einen blutigen Namen bekommen hat. Er erfuhr viel Repression. Repression bringt aber jederzeit auch Widerstand mit sich. Die „otra campana“ ist ein unbewaffneten, friedlicher Widerstand und Melel, unser Projekt ist Teil dieser Bewegung, die alles versucht, um Gleichberechtigung zu erreichen und Vorurteile abzubauen..
Es waere, schoen am Ende diesen Jahres, einen Beleg ausgestellt zu bekommen, der dir zeigt, wie viel Kalorien du fuer andere Menschen verbraucht hast und umgekehrt. Im Endeffekt wuerde diese Rechnung gleichermaßen verteilt sein, was mich gluecklich stimmt.
Mir geht es momentan praechtig, aber koerperlich bin ich am Ende, ich brauche eine kleine Pause. Ueber Weihnachten und ueber Neujahr werde ich dem Geruecht auf die Spur gehen, ob man in Kuba wirklich kleine Kinder frisst und Katzenbabys grillt.
Fuehlt ein gegrusst und ich wuensche allen ein froehliches Weihnachtsfest und ein schoenes neues Jahr.
Euer Hendrik aus dem wunderschoenen San Cristóbal de Las Casas, Chiapas, Mexiko