2. September
Es regnet nicht…welch Freude, da momentan Regenzeit ist und man ab zwei Uhr damit rechnen muss, dass es sich zusammen zieht und sich ein unglaublich wuetender Regenschauer ueber einem ergiesst.
-Besuch im Maya-Museum-
-Chamula / comunidad indígena- gleich nach der Ankunft wurden wir von zwei kleinen Maedchen „erwartet“, die uns umbedingt artesania-Krimmskrams verkaufen wollten. Die ganze Stadt wimmelt nur so von Indigenen, die dem ankommenden Meer von Touristen etwas andrehen wollen. Selbstgewebte Stoffe, Tuecher, alles selbst hergestellt. Diese Stadt lebt oder vegetiert vom Tourismus. Ueberall wird man nach Geld oder Zigaretten gefragt, selbst die Hunde schrecken vor nichts zurueck. Die Kirche, in der die Indigenen vor der Fassade des Katholizismus ihre Traditionen bewahren und pflegen, ist atemberaubend. Die unglaubliche Aura dieses Raumes wird durch ein Kerzenmeer und ausgelegte Tannennadeln aufgebaut. Man kommt sich schon sehr schlecht vor, wenn man als „Tourist“, die wir im eigentlichen Sinne ja gar nicht sind, in diese Orte oder im Speziellen in diese Kirche kommt. Wenn man sich vorstellt in einer deutschen Kirche beim Beten von irgendwelchen Fremdlingen, die das Geld in die Stadt bringen begafft und begutachtet zu werden, ueberkommt einem ein komisches Gefuehl. Man koennte es mit einem Zoobesuch vergleichen…
Gut dich zu lesen. Klingt ja alles eher hässlich, wenn auch nicht unerwartet. Wie ist das Projekt selbst?
Viele Grüße,
Arno
PS: Der Schlachthof hat uns die eine Stunde abgerechnet und es kam noch Mehrwertsteuer drauf, würde sagen, die waren nicht so begeistert von dem Abend.
Von: arno am J000000Dienstag07 16, 2007
um 00:52